Darfst du im Jenseitskontakt Fragen stellen?

Dies ist eine der häufigsten und auch sehr gut nachzuvollziehenden Fragen von Menschen, die über einen Jenseitskontakt zu ihrem Lieben Verbindung herstellen möchten. Es gibt sicher hierzu unterschiedliche Herangehensweisen, je nachdem, wie ein Medium arbeitet. Ich möchte dir hier meine Antwort auf diese Frage geben.

Aufbau eines Jenseitskontaktes

Zunächst möchte ich dir kurz beschreiben, wie sich ein Kontakt zu einem Verstorbenen anfühlt. Jeder Verstorbene kommuniziert anders und nutzt andere Hellsinne des Mediums. Der eine sendet bevorzugt Bilder, der andere kommuniziert über Gefühle, das nächste Mal kann ich oft innerlich seine Stimme hören. Darauf muss ich mich zunächst einschwingen; es ist wie das Finden einer gemeinsamen Frequenz, wie zwei Energiekurven, die sich finden müssen. Dies gelingt mal leichter und mal schwieriger. In jedem Fall brauche ich gerade am Anfang Zeit, mich auf die Energie des Verstorbenen einzuschwingen. Stellt mir hier der Klient Fragen, habe ich kaum Möglichkeit, in diesen Flow hineinzukommen. Es spielt hierbei keine Rolle, ob es inhaltlich überprüfbare Fragen sind oder nicht.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich nie weiß, worüber ein Verstorbener sprechen möchte, beziehungsweise welche Beweise er mir gibt. Dies kann etwas zu seinem Beruf sein, seiner Verbindung zum Klienten, zu seiner Krankheit oder seinem Tod. Für mich ist es sehr wichtig, es fließen zu lassen und dem Verstorbenen die Möglichkeit zu geben, das zu zeigen, was bedeutsam für ihn ist. Kommt der Klient mit vielen Fragen, nehme ich dem Jenseitigen womöglich die Möglichkeit, das mitzuteilen, was er möchte.

Kontrollfragen

Es gibt unterschiedliche Arten von Fragen, die Klienten haben. Da gibt es die Kontrollfragen, mit denen er wirklich sichergehen möchte, dass das Medium den Verstorbenen “am Draht” hat. Für mich persönlich sind Kontrollfragen nicht nur ein Misstrauensvotum, sondern sie stehen auch dem Fluss des Kontaktes im Weg und verhindern so, dass sich der Klient wirklich einlassen kann. Beispiel: Eine Klientin wollte unbedingt den Spitznamen wissen, wie ihr Mann sie immer nannte und hat sich daran richtig festgebissen. Ich persönlich höre Namen leider so gut wie nie und bekam das wirklich nicht raus, was schade war, denn der Mann sendete andere Dinge sehr klar.

Nicht überprüfbare Fragen und Antworten

Eine andere Kategorie von Fragen bezieht sich auf Dinge, die nicht immer beweisbar sind. Wie hat der Verstorbene seinen Tod empfunden? Was ist genau passiert? Hatte er Schmerzen? Kommt er mich noch besuchen? Wer ist bei ihm? Ich gebe mir stets Mühe, diese Fragen zu beantworten, aber hierzu ist es unabdingbar, vorher eine gute Beweisführung zu bringen. Denn wenn diese nicht da ist, kann der Klient die Antworten auf nicht beweisbare Fragen womöglich nicht glauben oder annehmen und nicht immer kann ich alle Umstände zweifelsfrei klären oder wahrnehmen. Es gibt auch Fälle, in denen Beweis und Botschaft zusammenhängen. Ein Beispiel: Wenn ich als Medium spüre, dass der Verstorbene wahrnimmt, wenn sein Angehöriger mit ihm spricht, ist das schön. Wenn ich aber sehe, dass der Angehörige einen kleinen Gedenk-Altar mit Foto, Kerzen und einer Engelfigur hat und dort mit ihm spricht, liegt darin gleichzeitig ein Beweis.

Fazit

Ich kann sehr, sehr gut verstehen, wenn du als Klient mit vielen Fragen kommst. Immerhin hast du jemanden verloren, nicht immer sind die Umstände klar oder einfach, oft blieb vieles ungesagt. Dennoch: Aus meiner Sicht ist es immer besser, den Kontakt fließen zu lassen und zu vertrauen, statt das Medium mit Fragen zu löchern. Doch ich kann mir vorstellen, dass auch hier jedes Medium anders arbeitet und Fragen in gewissem Maße zulässt. Hinzu kommt, dass am Ende des Kontaktes zumeist tatsächlich alle Fragen beantwortet sind. Den größten Segen erfährst du, wenn du ins Vertrauen gehst, denn gehe davon aus, dass dein Verstorbener weiß, welche Fragen dich beschäftigen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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