Warum du im Jenseitskontakt keine Informationen preisgeben darfst

Einer der Hauptpunkte in der medialen Ausbildung heißt “Don`t feed the medium”, zu deutsch: “Füttere nie das Medium (mit Informationen)”. Je weniger das Medium weiß, desto besser und vor allem desto unvoreingenommener können die Informationen fließen. In diesem Beitrag möchte ich darauf näher eingehen.

Keine Infos vor dem Kontakt

Als Medium weiß ich vorher nie, was passiert oder wer kommt. Zumindest hoffe ich das, denn je weniger ich über den Verstorbenen, die Umstände, die Beziehung weiß, desto besser. Am liebsten möchte ich vor unserem Telefonat gar nichts wissen, denn so kann ich völlig unbelastet und frei von Gedanken in den Kontakt hineingehen. Deswegen weise ich in meinen FAQ darauf hin, dass du mir bitte bei deiner Anfrage keine weiteren Informationen übermittelst. Doch wie läuft es während des Kontaktes?

Du sagst nur “Ja/Nein/Weiß nicht”

Wenn der Jenseitskontakt beginnt, gibt es für dich als Klienten neben einem offenen Herzen nur das obige Prinzip “Don`t feed the medium” zu beachten. Das bedeutet, dass was immer ich dir an Beweis liefere, du diesen ausschließlich mit “Ja, stimmt”, “Nein, stimmt nicht” oder “Weiß nicht” kommentierst. Alles andere beeinflusst mich als Medium und nimmt mir gleichzeitig Beweise aus der Hand. Ein Beispiel: Der Verstorbene zeigt mir, dass er bei seiner Arbeit ein recht großes Team um sich hatte, in dem er sich sehr wohlfühlte. Deine Antwort wäre hier “Ja, stimmt”, “Nein, stimmt nicht” oder “Weiß nicht”. Wenn du aber sagst: “Ja, stimmt, und er war der Chef dieses Teams” habe ich keine Möglichkeit mehr, diesen Faden weiterzuverfolgen, weil es als Beweis untauglich geworden ist. Ein weiteres Beispiel: Der Verstorbene zeigt mir ein Haus, in dem er lebte und an dem er sehr hing. Statt “Ja, stimmt”, “Nein, stimmt nicht” oder “Weiß nicht” sagst du als Klient: “Ja, das stimmt, aber er ging mit seiner Firma pleite, ließ sich scheiden und verlor das Haus.” Damit hast du in einem Satz zwei große Lebensthemen aufgedeckt, von denen keiner mehr als Beweis taugen würde.

Beweise haben Heilungspotenzial

Hierbei geht es nicht nur um die Erbringung von Beweisen, sondern auch um Heilung und Klärung. Denn es hat ja einen Grund, warum die Sprache auf ein bestimmtes Thema kam; meist liegt darin Heilungspotenzial und der Verstorbene möchte diese Themen noch einmal reflektieren und aufarbeiten. Dies wird sehr schwer, wenn der Klient den Themen quasi den Wind aus den Segeln nimmt. Hinzu kommt die Gefahr, dass beim nachträglichen Anhören der Aufnahme schnell der Eindruck entstehen könnte, dass ich mir als Medium während des Gesprächs Informationen geschickt erschlichen habe. Dies wird auch Cold Reading genannt, was definitiv keine Methode für mich aufgrund meiner hohen ethischen Standards ist.

Zusammenfassung

Ich glaube, dass sich in diesem Punkt alle Medien wirklich einig sind und muss sagen, dass ich selbst hier sehr klar und rigoros bin. Wer mir mehr gibt als “Ja/Nein/Weiß nicht”, den muss ich leider ausdrücklich ermahnen. Es kam auch schon vor, dass ich Kontakte abgebrochen habe, weil der Klient so viel geredet hat, dass es mir unmöglich war, eine Brücke zum Verstorbenen herzustellen. Glücklicherweise kommt dies sehr selten vor.

Zusammengefasst daher meine Bitte an dich: Teile mir mit deiner Anfrage nicht mit, zu wem du dir Kontakt wünschst und beschränke dich während des Gespräches nur auf “Ja/Nein/Weiß nicht”. Außerdem ist es doch auch total spannend zu hören, was der Verstorbene alles erzählen möchte!

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